Aktuelles: Rekordbauzeit für Betreutes Wohnen in Erbendorf

29.07.2011
Erbendorf - Betreutes Wohnen, Richtfest

Als Grund- und Schlussstein zugleich kann die Granitplatte dienen, denn 2011 ist sowohl das Jahr des Baubeginns als auch der Fertigstellung. Im April legten die Maurer los, im Dezember sollen bereits die ersten Mieter einziehen können. Beim Richtfest am 28. Juli war der Baufortschritt dem Zeitplan um einige Wochen voraus. Klar, dass dies alle erfreute: (von links) Alois Sattler, KWS-Aufsichtsratsvorsitzender und stellvertretender Finanzdirektor der Diözese Regensburg; Christian Bauer, Inhaber des Erbendorfer Bauunternehmens Wilhelm Bauer GmbH & Co. KG; Ludwig Gareis, KWS-Geschäftsführer; Wunnibald Heinl von der Wilhelm-Bauer-Geschäftsleitung; Domkapitular Monsignore Bernhard Piendl, Diözesan-Caritasdirektor; Hans Donko, 1. Bürgermeister der Stadt Erbendorf.

 

15 Mietwohnungen für Betreutes Wohnen lässt das Katholische Wohnungsbau- und Siedlungswerk (KWS) der Diözese Regensburg derzeit auf dem ehemaligen Stadthallengelände in Erbendorf (Lkr. Tirschenreuth) errichten. Die 2- und 3-Zimmer-Wohnungen mit jeweils etwa 50 bis 65 m2 Wohnfläche sollen in der Rekordbauzeit von nicht ganz neun Monaten Ende dieses Jahres schon bezugsfertig sein. Am Donnerstag, 28. Juli 2011, wurde unter strahlend blauem Oberpfälzer Himmel Richtfest gefeiert.

 

Thomas Lippert stand gemeinsam mit seinem Chef Georg Schraml von der gleichnamigen Erbendorfer Zimmerei oben auf dem Baugerüst und trug trefflich in Reimform vor:
„Pflicht ist dies – gewissermaßen,
dass ein Volk, das menschlich ist,
trotz des schnellen Vorwärtsrasens
seine Alten nicht vergisst!
Dank sei drum mit Wohlgefallen
heute herzlich hier geschenkt
jenen Herr’n und Stellen – allen,
die dies Werk so eingelenkt!“
(Der komplette Richtspruch befindet sich am Ende dieses Artikels.)


KWS-Geschäftsführer Ludwig Gareis hatte in seiner Begrüßung über eine Untersuchung berichtet, derzufolge nur 1 % der Wohnungen in Deutschland barrierefrei und altengerecht sind. Beim KWS treffe dies immerhin auf 40 % des Bestandes zu, freute er sich und verwies auf 120 Wohnungen an sieben Standorten, wo Betreutes Wohnen verwirklicht sei. Dies ermögliche in erster Linie die Caritas mit ihren Pflegeleistungen. In Erbendorf seien weitere wichtige Partner die Stadt, die das Grundstück direkt neben dem Altenpflegeheim zur Verfügung gestellt habe, und die einheimische Firma Wilhelm Bauer GmbH & Co. KG als Generalunternehmerin. Humorvoll merkte Gareis an: „Bauer benötigt fürs Bauen nur halb so viel Zeit wie für die Vorverhandlungen.“ Jedenfalls wünschte er weiterhin so schnelle Fortschritte wie bisher – ohne Schaden an Leib und Leben der hier Tätigen.


Bauunternehmer Christian Bauer zeigte sich stolz, mit seinen Mitarbeitern die Zukunft, die durch den demographischen Wandel stark auf den älteren Teil der Gesellschaft ausgerichtet sei, mitgestalten zu dürfen. Er verblüffte die Gäste mit unglaublich hohen Zahlen – bis hin zu 95.000 Kellen Mörtel, die erforderlich gewesen seien, um die knapp 5.000 m³ umbauten Raumes für dieses Mietwohngebäude zu erstellen.
Bürgermeister Hans Donko sprach von einem „Highlight in der Stadtgeschichte“. Er stellte fest: „Eine tolle Nachfolgenutzung für unser brandgeschädigtes Stadthallengrundstück!“ Dank der Unterstützung des Freistaats Bayern mit Städtebauförderungsmitteln habe das Areal dem KWS Regensburg planeben übergeben werden können. Geschaffen wurde ein dreigeschossiger Baukörper mit 39 m Länge und 11 m Breite. Ein Aufzug sowie einläufige Treppen, breite Flure und Laubengänge erschließen das Gebäude in idealer Weise für seine künftigen Bewohner. Das so genannte KfW-Energieeffizienzhaus 55 mit 3-Scheiben-Fensterverglasung ist an das Nahwärmenetz der Stadtwerke angeschlossen und somit in Bezug auf die Beheizung vollkommen ökologisch und sparsam konzipiert.


Dafür, dass hier die Menschen eine ambulante Betreuung erfahren, lobte  der Bürgermeister ausdrücklich den zum Jahresende scheidenden Diözesan-Caritasdirektor und künftigen Landes-Cartiasdirektor Monsignore Bernhard Piendl; stets habe er die Entwicklung Erbendorfs wohlwollend begleitet. Domkapitular Piendl hatte seinerseits zuvor schon ein Kompliment für den „wunderbaren Platz nahe am Zentrum“ in Richtung der Stadtväter ausgesprochen. Das Angebot des Caritas-Alten- und Pflegeheims könne hier sinnvoll ergänzt werden durch Betreutes Wohnen. Die Caritas habe in Erbendorf wie in einer Reihe anderer Orte des Bistums den Impuls gegeben, aber nicht selber gebaut, erklärte er abschließend mit Blick auf das KWS und zu dessen Geschäftsführer Ludwig Gareis. Letzterer scheint der Doppelpasspartner des Caritasdirektors zu sein, der die ihm zugekickten Bälle geschickt anzunehmen weiß. Diesmal lieferte er allerdings die Steilvorlage: Bevor der Richtschmaus aufgetragen wurde, überreichte er eine Spende des KWS über 5.000,00 € für die Afrikahilfe der Caritas, um insbesondere den Hunger in Somalia zu lindern. – Zur Nachahmung empfohlen …

 

 

 

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Richtkrone mit 

wehenden Bändern

 

erbendorf_betr-woh_richtfest_20110728_rohbau.JPG

39 m langer

Baukörper

 

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Begrüßung  durch

den Quetscherer

 

erbendorf_betr-woh_richtfest_20110728_bauer.JPG

Bauunternehmer 

veranschaulicht Zahlen 

 

erbendorf_betr-woh_richtfest_20110728_richtspruch.JPG

Richtspruch der 

Zimmerleute

 

erbendorf_betr-woh_richtfest_20110728_spende.JPG

Spende gegen 

die Not in Afrika

     

 


Richtspruch

 
 
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