Berichte

Bildung ist der Schlüssel für Integration

10.01.2018

Das Katholische Wohnungsbau- und Siedlungswerk unterstützte CampusAsyl und die Katholische Hochschulgemeinde zur Integration von studierenden Flüchtlingen.

„Nicht wenige Geflüchtete verfügen über einen höheren Bildungsabschluss. Sie möchten ihre Fähigkeiten erweitern und sich mit ihren Kompetenzen in die Gesellschaft einbringen.“ So die Erfahrung von CampusAsyl Regensburg. Der Verein wurde von Regensburger Studenten gegründet. Heute unterstützen mehrere hundert Freiwillige in 18 Projekten geflüchtete Menschen und deren Integration in die Gesellschaft. Das Katholische Wohnungsbau- und Siedlungswerk (KWS) hat den Verein und die Katholische Hochschulgemeinde Regensburg (KHG) in den vergangenen beiden Jahren mit jeweils 12.000 Euro finanziell unterstützt.
„Als kirchliches Wohnungsbauunternehmen schaffen wir damit nicht nur Wohnraum für Flüchtlinge oder Menschen mit geringerem Einkommen. Wir wollen auch deren Integration in die Gesellschaft fördern“, sagt Markus Jakob, Geschäftsführer des KWS. Die Unterstützung durch das KWS stehe darüber hinaus auch sinnbildlich für die gute nachbarschaftliche Partnerschaft zwischen KHG und KWS. Was CampusAsyl zusammen mit der KHG hier auf die Beine gestellt hat, habe Vorbildcharakter. Insbesondere dem Regensburger Studentenpfarrer Hermann Josef Eckl, als „Gründungsvater“ von CampusAsyl, gilt in diesem Zusammenhang große Anerkennung und Dank.
Aus den Mitteln des KWS konnten für Geflüchtete Beihilfen zu Kursgebühren oder zu sonstigen Studienkosten gewährt werden. Es wurden Studenten unterstützt, die bereits eine Zulassung zum Studium an der Universität oder an der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) erhalten haben, aber noch studienvorbereitende Sprachkurse absolvieren mussten. Es werden aber auch zunehmend Flüchtlinge gefördert, die sich bereits im Fachstudium befinden und Hilfen für einen erfolgreichen Abschluss benötigen. Durch die Spende des KWS erhielten in den letzten zwei Jahren fast 70 Studenten eine Beihilfe zu den Studiengebühren. Weitere Studierende bekamen Beihilfen für Deutsch- und Sportkurse. Angehende Zahnmediziner freuten sich über den Zuschuss zum Kauf notwendiger Utensilien. In jedem einzelnen Fall mussten die Antragssteller persönlich mit ihrem schriftlichen Antrag vorsprechen. Niemand sollte doppelt gefördert werden, während ein anderer dann keine Förderung bekommt. Die Studierenden mussten im Gespräch auch ihre Bedürftigkeit nachweisen.
Derzeit gibt es an Uni und OTH Regensburg etwa 100 studierende Flüchtlinge. CampusAsyl rechnet mit einer weiteren Zunahme der Zahlen, da „es bei vielen die Situation nach und nach erst erlaubt, ein Studium aufzunehmen und die Voraussetzungen dafür zu erwerben.“ Der Verein und die Katholische Hochschulgemeinde dankten dem KWS Regensburg für diese großartige Spende. Bildung sei eben ein Schlüssel für Integration.